Blu-Ray Filme: G bis I

Gladiator

Kult-Regisseur Ridley Scott belebt das Genre der Monumentalfilme wieder. Das gelingt ihm auch mit Russell Crowe in der Rolle des Maximus, einem siegreichen General des römischen Imperiums. Doch der neue Imperator fürchtet Commodus den Helden so sehr, dass er ihn des Hochverrats anklagt, doch Maximus kann fliehen, gerät in die Fänge von Sklavenhändlern und findet sich nach etlichen Gladiatorenkämpfen schließlich in Rom wieder. Im Colloseum. Dort tragen sich epische Kämpfe zu, die dank des 100 Millionen Dollar Budgets auch fulminant festgehalten werden konnten. Durch diesen film etablierte sich auch Crowe als neuer Actionstar.

Harry Potter Reihe

Joanne K. Rowlings Fangemeinde ist enorm und ihr Fantasy Werk in aller Munde. Sie zeigt uns den jungen Zauberer Harry, der bei Muggeln (Nichtzauberern) heranwächst und keine einfache Kindheit hatte. Seine Eltern sind dem bösen Voldemort zum Opfer gefallen und auch bei seinen Zieheltern hat er nichts zu lachen. Mit dem Eintritt in Hogwarts ändert sich aber sein Leben schlagartig und er muß mit seinen Freunden Ron und Hermine viele Gefahren bestehen. Eine phantastische Geschichte, an der sich jung und alt erfreuen können. Schauspielerisch bleibt wohl am ehesten Alan Rickman in Erinnerung, der als Professor Snape sein Können unter Beweis stellt. Dank des enormem Budgets gibt es zahlreiche Specialeffekts, hinter denen allerdings zeitweise die Darsteller verschwinden. Mittlerweile gehen wir aber bereits in Runde 6 und man darf gespannt sein, inwieweit Harry Potter und der Halbblutprinz dem Buch entspricht.

Hellboy

Eine Umsetzung des Darkhorse Comics. Hier steht Unterhaltung im Vordergrund, krachend, bunt, fetzig. Guillermo del Toro verschwendet offenbar auch nicht zu viele Gedanken an die Handlung, hier steht Action ganz klar im Vordergrund. Die Dialoge sind kurz und knackig und es spricht die riesige Kanone oder das Faustrecht eine direktere Sprache. Dabei weiß der rote Riese zu unterhalten, oder finden Sie es nicht amüsant, dass er sich vor dem Spiegel die Hörner stutzt und kleine Katzen sein Zimmer füllen. Typisch teuflisch ist das wohl nicht. Die Vorliebe für scharfes Chili schon eher. Ron Perlman ist da wunderbar besetzt. Neben ihm tauchen noch genug andere Wesen auf, die der Trickkiste entsprungen sind, das steigert sich im zweiten Teil zu einer wahren Freakshow, die aber nicht irrwitzig erscheint. Auch da will nur kurzweilig unterhalten werden. Einfach was fürs Auge. Gehirn aus, Blu-Ray rein und ab geht die Post.

Highlander

Es kann nur einen geben, aber mittlerweile gibt es 5. Da stimmt was nicht, zeigt uns aber nur auf, wie gierig Hollywoodproduzenten auch das letzte Bißchen aus einem geschichtlichen Stoff saugen können...bis letzten Endes nur noch Müll übrig bleibt. Ist der erste Teil noch zweifelsfrei Kult, dank passender Story, guten Leistungen von Christopher Lambert und einem genialen Sean Connery geht es danach allerdings kontinuierlich den Bach runter. Kurzer Hand wird ein Planet erfunden, von dem die Highlander aus gen Erde reisen und somit könne beliebig einfach neue zur Erde gelangen und der Kampf entbrennt von neuem. Der erste Teil war auch bekannt durch die optimal eingebundene Rockmusik der Gruppe Queen, welche eigens dafür Songs komponierte. Gute Schwertkoreographie und packende Spannung runden den ersten Teil ab. Ebenso der gute Mix aus Vergangenheit und Gegenwart mit zahlreichen Rückblicken, die uns am Leben des Connor McLeod teilhaben lassen. Schließlich weit er auch noch nicht, dass er unsterblich ist und sein schottischer Clan vertreibt ihn nach dieser Erkenntnis auch schnell aus dem Dorf. Erst mit Erscheinen des ägyptisch spanischen Edelmannes Ramirez erkennt er sein gesamtes Schicksal. Traurig eben, dass nach diesem wunderbaren Film viele Enttäuschungen folgen mußten. Denken Sie einfach daran: "Es kann nur einen geben!"

Hulk

Bei "The incredible Hulk" bekommt Selbstbeherrschung einen ganz neuen Aspekt. Denn wenn Bruce Banner sich nicht beherrscht verwandelt er sich dank Genmanipulation seines Vaters in etwas riesiges, starkes, unglaublich weit springendes, grünes Etwas. Und das es sich dabei nicht um einen Frosch handelt sollte auch jedem nicht eingesessenen Marvel Comic Leser klar sein. Das "Monster" hat auch mit Panzern nur wenig Probleme und verspeist diese gerne zum Frühstück. Generell liegt der Koloss mit seiner zerstörerischen Kraft tricktechnisch auf hohem Niveau. DA fliegen besagte Panzer auch schon mal gerne nach Olympiadisziplin gen Himmel. Dank der Special Effekts muß auch nicht, wie früher, ein Bodybuilder grün angemalt werden und den Zerstörer mimen. Größtes Manko des Films ist wohl die Tatsache, dass ein derartiges Wesen schwer zu bekämpfen ist und riesige, mutierte Hunde nur mäßig für Atmosphäre sorgen. Dennoch eine gute Verfilmung allemal.

Ice Age

Ein sehr schöner, lustiger Animationsfilm. Das bekannteste prähistorische Eichhörnchen Scrat allein sorgt schon für einen enormen Unterhaltungswert, wenn es während seiner Jagd nach Eicheln in ein Fettnäpfchen nach dem anderen tritt und lockert auch im Verlauf des Filmes die Handlung immer wieder durch spontane Slapstick-Einlagen auf. Er steht somit als "Running Gag" immer wieder sein Horn ;-). Eigentliche Akteure im Mittelpunkt sind aber Sid das Faultier, (im deutschen gesprochen von Otto) das Mammut Manfred und der Säbelzahntiger Diego, die, wie in einem Road Movie versuchen einerseits der drohenden Eiszeit zu entkommen und zugleich ein menschliches Baby in die nächste Siedlung zu eskortieren. Dabei entstehen nicht nur untereinander witzige Dialoge, sondern natürlich begegnen die drei auch den merkwürdigsten anderen Spezies. Humor, Abenteuer und ein bißchen Herz macht den Film aus und ist für die ganze Familie geeignet. Es war auch eine der ersten Blu-Ray DVDS auf dem Markt und zeigt besonders gut die Unterschiede zwischen der normalen DVD und Bluray auf.

Iron Man

Da sind wir wieder. Marvel, Marvel und nochmals Marvel. Wenn einem selbst nichts mehr einfällt, bringt man eben Comics auf die Leinwand. Bietet sich ja auch an, denn wenig anderer Lesestoff bringt sein eigenes bebildertes Script schon mit. Protagonist ist hier Tony Stark (wunderbar auf die Leinwand gespielt von Robert Downey Jr.) ein Genie im Bereich der Technologie, seines Zeichens auch Multimillionär oder sogar Milliadär mit eigener Waffenfabrik für das amerikanische Millitäer. Neben seinem Beruf lebt der Mann sein Leben als Macho, Einzelgänger und voller ekzentrischer Eskapaden. Die erste gute Viertelstunde steht auch nur unter seinem Stern. Der trockene Humor, die arroganten Sprüche und seine zynische Ader sorgen für etliche Lacher. Einzigen Halt bietet da eigentlich nur seine Assistentin Virginia Potts, gespielt von Gwyneth Paltrow. Von seinem paradisischen Leben muß er sich aber kurzfristig verabschieden, als er von Rebellen und Extremisten entführt wird und ihm dabei klar wird, dass auch diese seine Waffensysteme benutzen. In Gefangenschaft aber baut er sich einen atemberaubenden Anzug mit dem er entkommen kann. In Freiheit schwört er der Waffenindustrie ab und widmet sich der Perfektion des Anzuges. Iron Man ist geboren. Die Action kommt etwas kürzer als bei manch anderen Verfilmungen, ist aber dafür abwechslungsreicher und läßt mehr Raum für die Story, bzw. Charakterentwicklung. Eine würdige Verfilmung mit weiteren 2 Nachfolgern in den Startlöchern, für die Downey Jr. bereits unterzeichnet hat. Man darf also gespannt sein.

I Robot

Ein Sci-Fi Krimi mit genug Action und einem der beliebtesten Hollywood Schauspielern überhaupt. Will Smith spielt einen Cop der Zukunft (böse Zungen könnten fast sagen - Robo-Cop) der sich herzhaft gegen den Fortschritt wehrt (er fährt noch Motorrad mit Benzin, trägt Converse und hat alte Cds). Vor allem aber ist ihm die ständige Nutzung der Roboter ein Dorn im Auge. Schließlich werden diese im alltäglichen Leben überall benutzt. Damit von ihnen keiner durchdreht wurden die 3 Gesetze der Robotik geschaffen, die scheinbar auch ihren Zweck erfüllen. Doch als deren Erfinder offenbar von einem seiner Werke umgebracht wurde beginnt eine Verfolgungsjagd mit genug rätselhaften Verzweigungen, dass selbst Del Spooner sich seiner Sache mehr und mehr unsicher wird. Hauptaugenmerk trägt eh der einzigartige Roboter Sonny. Kein schlechter Film und man kommt auf seine Kosten, aber es ist kein Meilenstein, wie er es eventuell bei der Besetzung und Thematik hätte werden können.

Indiana Jones

Mittlerweile ist Teil 4 erschienen und es gibt wohl keine bessere Antwort auf die Frage nach DEM besten Abenteuerfilm als: "Irgendein Indiana Jones Teil." Steven Spielberg ist damit ein Klassiker gelungen und dank Harrison Ford das Bild des gelehrten Abenteurers geprägt worden wie sonst nie zuvor. Zugleich spielte sich Ford damit in alle Herzen als der markante, charismatische Forscher. Beinahe wäre das zwar Tom Selleck geworden, doch die Serie Magnum ließ ihn nicht an den Dreharbeiten teilhaben. Glück für Ford, der auch Jahre später als alternder Abenteurer noch immer die Peitsche schwingen kann und seinen Hut auch keinem Jüngling überläßt. Wenn dann erst die Titelmelodie erklingt ist man sofort wieder im Element, voller Tatendrang auf einer Entdeckungsreise durch alte Mythologien mit phantastischen Bauwerken, ausgeklügelten Rätseln und witziger Unterhaltung. Im dritten Teil kommt noch ein unnachamlicher Sean Connery als Vater Jones hinzu, den man nicht verpassen sollte. Indy ist immer einen Blick wert.