Blu-Ray Filme: D bis F

Das fünfte Element

Ein Science-Fiction Abenteuer aller erster Güte. Dank Luc Bessons wunderbarem Drehbuch und Umblenden von einem anderen Stern entsteht ein schnelllebiges, aufregendes Abenteuer, etwas Wildes. Korben Dallas, gespielt von Bruce Willis, der Rambo der Zukunft könnte man meinen, war mal für das Militär zuständig, ist nun aber einfacher Taxifahrer. Wobei das Wort "einfach" in den riesigen Häuserschluchten, regem Verkehr und fliegenden Autos nicht leichtsinnig gewählt werden sollte. Von seiner Frau getrennt und hausend in einer Bude, von der höchstens Japaner, welche in Schuhboxen leben, träumen dürften, ist seine einzige Freude das Rauchen...und selbst das gerät sehr kurz ;-). Ihm fällt aber das Schicksal der Menschheit in die Hände, gespielt von Milla Jovovich in Form von Leeloo, die uns alle beschützen muss vor dem unsagbar Bösen. Das rückt nämlich an, diese unsere Welt zu vernichten. Eine wilde Jagd entbrennt und es gibt viel zu lachen, obwohl es keine Komödie ist. Der Unterhaltungswert ist in der Tat so groß, dass fehlende Logik nicht wirklich stört. Schade nur, dass der Bösewicht Zorg nie dem Helden begegnet, sondern von seiner eigenen Unfähigkeit vernichtet wird. Ebenso wird schnell klar, das Korben ohne weiteres die saublöden Gehilfen Zorgs kurz und klein ballern wird, da diese offenbar ihr Gehirn mit der Luftpumpe vergrößert hatten. Auch das macht den Film aber nicht schlechter. Bedauerlich ist einzig und allein die Besetzung von Leeloo. Besson muß anscheinend immer seine momentane Lebensgefährtin in seinen Filmen auftreten lassen, ob Frau Jovovich aber als göttliches Wesen angesehen werden darf, bleibt fraglich. Dafür vermag Bruce wieder im Unterhemd alles zu vermöbeln, was ihm in die Quere kommt. Was will man sonst?

Die Hard - Stirb Langsam

Womit wir direkt wieder bei Bruce Willis und seinen Unterhemden sind. Die Reihe kennt wohl jeder und auch wenn der zweite Teil etwas schwach auf der Brust ist, weiß der Rest doch stets zu begeistern, vor allem für eingesessene Actionfans. Einfach Bier auf, Chips rein und los. Kernige Sprüche, schnelle Schusswechsel, krachende Explosionen und ein junger Bruce, der uns zeigen will: "Ich räume hier auf, Schweinebacke." Durch diese Reihe wurde er zweifelsfrei zu einer Actionikone. Schließlich dürfte es in der Realität schwer werden, sovielen Bösewichten das Genick zu brechen, bis aus einem weißen Unterhemd ein braunes wird. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht sagen.

Eragon

Das Vermächtnis der Drachenreiter. Man mag die Auflistung hier verzeihen, aber zumindest für eine Blue Ray optisch schön anzuschauen. Der Fantasyfilm zeigt uns wiedereinmal Jeremy Irons, der offenbar ein Abo auf mäßige Fantasy Werke hat als alternden Helden, der auch schneller Hand von einem jüngeren ausgetauscht wird. Das Buch selbst ist zwar kein Tolkien, aber von einem offenbaren Genregeek geschrieben, der wilder geklaut hatte als ein Kleptomane. Dennoch lesbar, das hatte man sich eben auch vom Film erhofft, der da aber nicht anknüpfen kann. Ed Speleers als Eragon findet ein Drachenei, das brütet einen Drachen aus, er wird ausgebildet und rettet das Königreich vor Schattenmagie und dem böse König Galbatorix (vermutlich eine Mischung aus albern und Obelix) gespielt von John Malkovich. Der ist eigentlich nur machtvoll, weil er selbst der letzte Drachenreiter zu sein scheint, was sich mit dem Erscheinen von Saphira und Eragon aber ändert. Das die Synchronstimme des Drachen mit Nena keinem feurigen Odem gleicht, sondern eher heiße Luft ist, war wohl allen klar, nur dem Tonstudio nicht. Sei es drum.

Fantastic Four

Eine weitere Comic-Verfilmung, allerdings in einer anderen Liga wie Spiderman und X-Men. Sehr bunt und schrill und fetzig aber auch ein bißchen leer und hohl. Kein Wunder, schließlich kämpfen die 4 Vollpfosten ja auch gegen Dr. "Dumm". Mal ein Beispiel sinnloser Szenen. Jessica Alba spielt Susan, die sich unsichtbar machen kann. Die 4 müssen auf eine Brücke die aber dicht abgeriegelt ist, kein Ding, wenn man Unsichtbar werden kann. Kleider aus, Tarnmodus an und zack, schon ist Susan an der Absperrung vorbei und siehe da, ihre 3 Kollegen warten da schon. Genial...nur wie kommen die da hin? Wurst! Gut, Jessica in Dessous mag vertrösten, aber hin und wieder fragt man sich, ob die Drehbuchautoren einen an der Klatsche haben. Der zweite Teil ist ähnlich obskur, aber dennoch kann man sich das mit 5 Bier im Kopf antun.

Fluch der Karibik I-III

Bruckheimer belebt das tote Genre wieder. Piraten sind zurück und ein Aye Aye schallt über Bord. Auch wenn es die thematische Umsetzung einer Geisterbahn ist. Egal, denn das Pottpourri aus klassischem Piratenflair, Gruseleinlagen und Mystic kann uns begeistern. Darunter mischt sich Slapstic á la Chaplin und attraktive Schauspieler. Allen voran spielt Johnny Depp vielleicht die Rolle seines Lebens als urkomischer, wortgewandter und scheinbar dauertrunkener Jack Sparrow. Er ist teilweise zwar etwas tuntenhaft und arrogant, aber dennoch charmant, liebenswert und locker lässig. Er allein ist das Geld für die DVD schon wert. Piratenklischees reihen sich aneinander, Lacher ebenso und Seeschlachten sowie Schwert- und Säbelrasseln fehlt auch nicht. Selbst die Liebe findet Anerkennung. Da bleibt kein Auge trocken...und die Kehle dank ausreichend Rum sicherlich auch nicht.

Forrest Gump

Eine legendäre Tragikkomödie mit Tom Hanks in der Hauptrolle. Herzhaft erfrischen, tragisch schön und natürlich DAS moderne Märchen unserer Zeit. Betrachten wir Forrest einfach als stillen Beobachter einer Amerikanischen Epoche, der so vieles durchläuft und dadurch Teil des Ganzen wird. Ihm verdanken wir ja auch den Smiley oder den prägnanten und wahren Spruch: "Shit happens." Völlig korrekt, allerdings mit diesem Film nicht geschehen.